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Fahrzeugbau: Wie Superman superschnell auf einem e-Fahrrad

Firma eROCKIT Systems GmbH produziert in den Hallen im Gewerbehof Nord pedalgesteuerte, innovative Motorräder

E-Mobilität hat in Hennigsdorf einen Namen. Mit dem eROCKIT hat die junge Firma eROCKIT Systems GmbH, die sich als Startup 2018 angesiedelt hat, ein besonders innovatives Fahrzeug entwickelt, das dem Zeitgeist entspricht. Das eROCKIT ist so etwas wie das schnellste Fahrrad der Welt – oder ein Elektromotorrad mit Pedalsteuerung. Vom Design her ungewöhnlich, tritt sich das pedalgetriebene Elektro-Motorrad leicht und reagiert schnell auf die Bedürfnisse des Fahrers. Umweltfreundliches Reisen und nachhaltige Mobilität in dicht besiedelten Gebieten kommen mit dem Leichtkraftrad gut auf einen Nenner. Inzwischen hat sich zum Jahreswechsel 2022 aus der Idee, auch die Öffentlichkeit Teil des Unternehmens werden zu lassen, die eROCKIT AG gegründet, die 100 Prozent der Anteile der Systems GmbH hält. Eine Aktiengesellschaft, an der sich auch interessierte Brandenburger direkt beteiligen können.

AG-Vorstand ist GmbH-Geschäftsführer Andreas Zurwehme. Er erklärt: „Die Klimaziele und die weltweit zunehmenden Verbote von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren bieten eine nie dagewesene Chance für neue Player im Markt. Die Rechtsform der Aktiengesellschaft ist ideal, um am Kapitalmarkt weitere Investoren aufzunehmen und der großen Nachfrage schneller gerecht zu werden.“ Prominente Aktionäre der eROCKIT AG sind unter anderen Fußballstar Max Kruse (seit Ende Januar 2022 VfL Wolfsburg, zuvor 1. FC Union Berlin), Medienunternehmer Aaron Troschke und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg (MBG).

120 Kilometer pro Ladeeinheit ideal im Stadtverkehr

Dabei steht das Elektromotorrad, das lautlos und emissionsfrei fährt und aus hochwertigen Materialien wie Carbon und Aluminium in Hennigsdorf gefertigt wird, mit seinen 80 bis 90 Stundenkilometern, 120 Kilogramm Gewicht und einer durchschnittlichen Fahrstrecke von gut 120 Kilometer pro Ladeeinheit anderen E-Flitzern in nichts nach. Auch Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther sagt: „Wir haben ein großes Interesse daran, dass Menschen, die in der Stadt mobil sind, mit Fahrrädern, e-Fahrrädern oder e-Motorrädern unterwegs sind, weil diese keine Emissionen produzieren. Abgase und Lärm sind in jeder Stadt, in der Menschen auf engem Raum zusammenleben, ein großes Problem. Insofern ist das eROCKIT auf den Straßen von Hennigsdorf eine sehr gute Ergänzung." Und nach der Probefahrt: "Wirklich rasant! Es geht flotter als man denkt! Da steckt eine Menge Potenzial drin!"

Vorteile im Gewerbehof Nord

Der Gewerbehof Nord in Hennigsdorf bietet dem e-Mobility-Startup ideale Produktions- und Arbeitsbedingungen. Hennigsdorf, früher vor allem durch sein Stahlwerk und den Lokomotivbau international bekannt, hat sich mit Startups längst als moderne Stadt direkt hinter der Stadtgrenze von Berlin auch überregional einen Namen gemacht. Arbeitsplätze für die Einwohner vor Ort zu schaffen, ist das Ziel der Wirtschaftsförderung. Der Gewerbehof als Standort hat laut Zurwehme echte Vorteile durch seine gute Verkehrsanbindung und die Nähe zur Hauptstadt. Das Team besteht aus rund 15 Mitarbeitenden, vor allem Ingenieuren, Elektronikern, Zweiradmechanikern, Motorrad- und Softwareexperten. Für die Leitung der Produktion und Qualitätssicherung konnte die Firma einen absoluten Branchenprofi nach Hennigsdorf holen. Diplomingenieur Markus Leder, der zuvor als Entwicklungsleiter bei Pininfarina Deutschland wirkte, bringt Netzwerk und Erfahrungen ein, um aus eROCKIT einen großen Player im Fahrzeugbau zu machen.

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) hat das Potenzial dieses Leuchtturmprojekts der Elektromobilität erkannt und unterstützt eROCKIT über verschiedene Förderprogramme, wie den "Brandenburgischen Innovationsgutschein (BIG F+E)" im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg (MWE), sowie als "Gründung innovativ" im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF). Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Landes Brandenburg sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Ziel der Förderprogramme ist so die Stärkung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen im Land Brandenburg, wie solchen e-Mobility-Startups.

Multiplikation der menschlichen Muskelkraft

Das eROCKIT mit einem innovativen Pedalantrieb und seiner rasanten, dynamischen Beschleunigung punktet, hat sich schnell herumgesprochen. Die besondere Funktionsweise basiert auf Muskelkraftmultiplikation: Die Elektronik registriert die vom Fahrer aufgewendete Muskelkraft und multipliziert diese um ein Vielfaches. Entsprechend erlebt der Benutzer einen atemberaubenden Vorwärtsschub beim Treten in die Pedale und dies bei vergleichsweise minimalem Kraftaufwand. Tritt er weniger intensiv, reagiert das eROCKIT sofort. Mit 12000 Euro ist das eROCKIT eines der günstigsten Elektromotorräder „Made in Germany“. Bei den Unterhaltskosten entfallen zudem Wartungsarbeiten an Öl- und Filter-Anlagen oder Zündkerzen wie bei Verbrennungsmotoren. Der Antrieb funktioniert derweil kupplungsfrei mithilfe eines Riemenantriebs. Je nach Tarif betragen die Stromkosten für eine Distanz von 100 Kilometern etwa um die zwei Euro. Vermarktet wird nur direkt. Inzwischen kann jeder auch Aktien erwerben und so direkt Einfluss nehmen auf die Weiterentwicklung und künftige Nutzung bei diesem innovativen Fahrzeughersteller.

Die Sparte der batteriebetriebenen Motorräder oder Roller wird so ergänzt. Der Start auf den Markt – auch medienwirksam vor drei Jahren inszeniert – ist zeit- und kostenintensiv. Fachkundige Beiräte unterstützen die Entwicklung, den Vertrieb und die Vermarktung. Dazu gehört auch der langjährige Kommunikationschef von BMW, Berater von Volkswagen, dem ADAC und weiterer namhaften DAX-Unternehmen, Richard Gaul. Er verfügt über ein internationales Netzwerk in viele Branchen, Industrie- und Wirtschaftsbereichen und ist Vorsitzender des Vorstandes beim Industrieclub Potsdam.

Zielgruppe sind klar die Pendler

Geschäftsführer Andreas Zurwehme erklärt: "Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, das interessanteste und beste Elektromotorrad der Zukunft zu bauen. Erderwärmung, Dieselgase, schlechte Luft und Verkehrschaos zwingen uns nicht nur zum Nachdenken, sondern zum Handeln. Das eROCKIT ist ökologisch und stößt kein Kohlendioxid aus. Es ist gesund, eROCKIT zu fahren, weil man ständig in Bewegung ist, ohne sich übermäßig anzustrengen. Zudem ist es mit seiner Reichweite für über 18 Millionen Pendler allein in Deutschland eine echte Alternative."

Ein weiterer Vorteil für Kunden: Das Fahrzeug ist in Deutschland als Elektrofahrzeug von der Kfz-Steuer befreit. Die Auslieferung der ersten neuen Fahrzeuge der "eROCKIT Limited Edition 100" startete 2019. Fahren dürfen das Leichtkraftrad Besitzer der Führerscheinklassen A, A1 oder A2 oder der Klasse 3 (Pkw), ausgestellt vor dem 1.4.1980 oder nach der Neuregelung mit Fahrerlaubnis Klasse B (Pkw-Führerschein) mit Schlüsselzahl 196.

Zahlen und Fakten:

  • Alles Wissenswerte findet sich auf der Website: http://www.erockit.de
  • Auch auf Facebook oder Instagram und Youtube ist eROCKIT zu finden.
  • Die eROCKIT AG entwickelt und produziert mit einem Team von internationalen Zweirad-Experten Elektrofahrzeuge in Hennigsdorf bei Berlin. EROCKIT ist ein pedalbetriebenes Elektromotorrad, ausgestattet mit modernster Akku-Technologie.
  • Die eROCKIT Systems GmbH hat ihren Sitz in der Eduard-Maurer-Straße 13, Telefon 03302 2309125, Tor 1, Halle 20.