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Lampenfieber bei den Musikschülern steigt

Datum: 22.06.2022
Mit "Musik ist klasse" und dem Tag der offenen Tür bereitet die kommunale Einrichtung zwei Höhepunkte für Besucher vor

Einmal ins Horn zu stoßen, die Klampfe zu zupfen oder gar den Geigenbogen zu streichen - das ist in Hennigsdorf jederzeit möglich. Mehr als 280 Mädchen und Jungen der Fontane-Grundschule, der Biber-Grundschule, der Grundschule Nord, Sonnengrundschule an den Havelauen, Regenbogenschule und von Ensembles der Musikschule Hennigsdorf stehen am 29. Juni 2022 um 18 Uhr gemeinsam auf der Bühne. Sie proben regelmäßig mit vielen weiteren Mitschülerinnen und Mitschülern in ihren Schulen Gitarre, Geige, Trommel, Trompete oder singen und wollen mit "Musik ist klasse" zeigen, dass jeder musikalisch immer etwas dazulernen kann.

Egal, ob das Elternhaus dies von jeher unterstützt oder vielleicht noch nie jemand in der Familie ein Instrument erlernt hat. Manuel Manko, der das Projekt an den Grundschulen mit anderen Lehrern initiiert und unterstützt, ist überzeugt davon: "Das werden die Mädchen und Jungen nie wieder vergessen." Sie zeigen am 29. Juni vor ihren Freunden, Eltern und vielen Gästen in der Turnhalle des Puschkin-Gymnasiums, was in ihnen steckt. Mit Kinderchor und den einzelnen Musikklassen sowie der Rock- und Pop-Band der Musikschule wird es garantiert nicht langweilig. Das Repertoire ist poppig, klassisch und einfach unterhaltsam. Die Vorstellung ist ausverkauft. Allerdings gibt es um 10 Uhr schon ein Vorspiel der Mädchen und Jungen vor ihren Klassenkameradinnen und Freunden. Wer Zeit hat und keine Karten für das Abendprogramm mehr ergattern konnte, kann in der Puschkin-Turnhalle vorbeischauen.

Für alle, die es nicht mehr schaffen, einen Platz bei "Musik ist klasse" zu besetzen, sollte der 3. Juli im Terminkalender rot unterstrichen stehen. Denn dann öffnet de Musikschule Hennigsdorf im Stadtklubhaus an der Edisonstraße von 15 bis 18 Uhr alle Türen. Im Sommergarten wird die Bühne von den einzelnen Gruppen und Ensembles bespielt. Von Auszügen aus dem großen Kita-Konzert, das jüngst über die Bühne ging, bis zu Tänzern, Sängern, dem Jugendkammerorchester, der Country-Band Dirty Old Town, dem Chor InTakt mit neuem Dirigenten Hans-Herbert Clauß-Krage, den Rock- und Pop-Bands, den Streichhölzern und vielen Protagonisten mehr sind alle dabei. Sie wollen das Publikum kostenfrei unterhalten. Für Fächer und Instrumente stehen die Fachleute parat, um Fragen Interessierter zu beantworten. So gibt es auch die Möglichkeit, sich im Studio mit elektronischer Musik zu befassen.

Besonders gut angenommen, berichtet der Leiter der Schule, Ronny Heinrich, werde auch das Instrumentenkarussell. Ein halbes Jahr lang können sich Lernwillige ausprobieren und danach entscheiden, welches der Instrumente besonders anspricht. Aus der ganzen Region kommen Kinder und Jugendliche nach Hennigsdorf. 1300 Schülerinnen und Schüler sind schon jetzt dabei. 40 Lehrerinnen und Lehrer sorgen für den richtigen Ton bei ihren Eleven. Wartezeiten sind gering.

Allein in der musikalischen Früherziehung in den Kitas der Stadt sind 400 Kinder regelmäßig dabei. Sie gehen erste Schritte in Rhythmik und Gesang, entdecken die Welt der Musik auf ihre eigene Weise. Mit Marcel Krömker und Aviv Weinberg haben sich zwei exzellente Lehrer gefunden, die mit Herz und Seele dabei sind. Sie zeigen am Tag der offenen Tür, wie sie vorgehen, wenn sie mit den Kleinsten arbeiten und richtig Krach machen oder ganz still zuhören. Ronny Heinrich betont, dass schon jetzt 25 Prozent aller 4476 Kinder und Jugendlichen der Stadt im Alter zwischen Null und 20 Jahren ein Instrument erlernen. Im Landesdurchschnitt sind es nur acht Prozent. Auch während der Corona-Zeit ließen sich die sieben fest Angestellten und vielen Honorarkräfte viel einfallen, um dieses gute Ergebnis auch in der Zukunft nicht zu gefährden. Auch für das kommende Jahr gibt es schon Ideen. Dann wird die Musikschule Hennigsdorf immerhin 35 Jahre alt.