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Verkehrsplanung

Weniger Lärm, Tempo-30-Zonen, ein Konzept für Fußgänger und Radfahrer, bessere Bus- und Bahnverbindungen und die Führung des Autoverkehrs auf den Hauptstraßen

Das hat die Stadtverordnetenversammlung mit der Verkehrsentwicklungsplanung 2010 beschlossen. Aber auch die Lärmminderungsplanung nahm in den letzten Jahren einen bedeutenden Stellenwert ein. Für die stark belasteten Hauptverkehrsstraßen hat die Stadt in den letzten Jahren sogenannte „Lärmaktionspläne“ erarbeitet, die Maßnahmen enthalten, die die Lärmbelastungen der Anwohner reduzieren sollen.

Im Zeitraum 2008 - 2010 wurden außerdem für fünf Wohngebiete Parkraumkonzepte bzw. Parkraumbewirtschaftungskonzepte erarbeitet.

Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 21.08.2019 wurde die Verwaltung beauftragt, einen „Masterplan E-Mobilität“ für das Stadtgebiet Hennigsdorf zu erstellen. Der Masterplan E-Mobilität – Ladeinfrastruktur wurde am 15.06.2021 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Entsprechend der Handlungsempfehlung im Masterplan E-Mobilität soll sowohl die Errichtung, als auch der Betrieb durch Dritte erfolgen.
Die Umsetzung ist in 2 Phasen geplant. In der 1. Phase bis 2023 sollen 18 Ladestationen und in der 2. Phase bis 2026 weitere 17 Ladesäulen errichtet werden.

Masterplan E-Mobilität - Ladeinfrastruktur

  • Beginnend mit dem Abschnitt zwischen Feldstraße und Parkstraße startet im August 2021 die Neugestaltung der Fontanestraße inklusive der Umgestaltung des Knotenpunktes Feldstraße/Fontanestraße. Im Zuge der Gesamtbaumaßnahme werden die vorhandenen Verkehrsflächen neu verteilt, um u. a. mehr Platz für Radfahrende und zu Fuß Gehende zu generieren. Anders als bislang wird der Radverkehr künftig über Schutzstreifen die Fontanestraße entlang geführt und nicht mehr hinter den parkenden Pkw. Für zu Fuß Gehende entstehen gleichzeitig attraktive Gehwege in einer Breite von 2,50 m. Neben der Förderung Rad- und Fußverkehrs führt die Neugestaltung gleichzeitig zu einer besseren Integration der Verkehrsanlagen in den Stadtkörper und zu einer Verbesserung der Querungsmöglichkeiten. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Städtebauförderung in den Programmen „Lebendige Zentren“ und „Aktive Stadtzentren“.

  • Im Bereich der Dahlienstraße und Lindenstraße in Nieder Neuendorf wurde die vorhandene wassergebundene Wegedecke durch Betonsteinplatten ersetzt und so ein barrierefreier Gehweg geschaffen. Somit kann der Fußweg auch bei schlechteren Witterungsbedingungen komfortabel genutzt werden.

  • Im Auftrag der Stadt Hennigsdorf erarbeiten die Stadtwerke in Kooperation mit dem Klimakompetenzzentrum (KKZ) einen Masterplan zur E-Mobilität im Stadtgebiet. Bestandteil der Planung ist u. a. die Verortung von Ladesäulen im Hennigsdorfer Stadtgebiet. Die Bedarfsermittlung erfolgt derzeit durch das KKZ. Auch das Thema Elektrokleinstfahrzeuge, wie beispielsweise E-Bikes, fällt darunter. Der Entwurf des Masterplanes soll der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Eine Umsetzung der festlegten Maßnahmen erfolgt bei positivem Votum nach aktuellen Planungen ab dem Jahr 2022.

  • Nach der erfolgreichen Teilnahme am Stadtradeln im Jahr 2020 mit fast 500 Teilnehmenden und 96.000 Kilometern wird auch 2021 das Stadtradeln von der Stadtverwaltung Hennigsdorf organisiert. Teilnehmende sind aufgefordert im Aktionszeitraum vom 14.08.2021 bis zum 03.09.2021 möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen.

  • Zur Vermeidung von Fahrraddiebstählen bietet das Polizeirevier Hennigsdorf in Kooperation mit der Stadtverwaltung Hennigsdorf und der PuR gGmbH zwei Termine zur Fahrradcodierung an. Am 18.08.2021 auf dem Rathausplatz sowie am 17.09.2021 auf dem Gelände der PuR gGmbH können Bürger*innen sich kostenfrei ihre Räder codieren lassen. Hierbei wird eine Zahlen- und Buchstabenkombination in den Fahrradrahmen eingefräst. Somit ist das Fahrrad nach Verlust oder Diebstahl rückverfolgbar. 

Lärm ist unerwünschter Schall, der stören, gefährden, benachteiligen oder belästigen kann. Jeder Mensch empfindet Lärm anders. Starke Lärmeinwirkungen oder dauerhafter Lärm können sogar krank machen oder die Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen, denn Lärm löst im Körper Stress aus. Die häufigste Lärmquelle ist der Straßenverkehr.

Mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie gibt es erstmals einen gemeinsamen europäischen Ansatz zur Minderung der Lärmbelastung der Bevölkerun. Dabei werden nach vergleichbaren Verfahren Lärmschwerpunkte durch eine umfassende, strategische Lärmkartierung ermittelt. Auf Grundlage der Lärmkarten werden unter aktiver Mitwirkung der Öffentlichkeit Lärmaktionspläne aufgestelt

Seit dem Jahr 2005 ist auch die Stadt Hennigsdorf verpflichtet, für stark belastete Verkehrsstraßen Lärmaktionspläne zu entwickeln.  

Zunächst wurden in einer ersten Stufe bis 18. Juli 2008 alle Hauptverkehrsstraßen bzw. Autobahnen mit mehr als 6 Millionen Kfz/Jahr (DTV* - Durchschnittlicher Tagesverkehr 16.400 Kfz) berücksichtigt. Dieser Wurde durch die Stadtverordnetenversammlung am 06.12.2008 beschlossen.

In der zweiten Stufe wurde ein Lärmaktionsplan für alle Straßenzüge mit mehr als 3 Millionen Kfz/Jahr (DTV* 8.200 Kfz) erstellt (Lärmaktionsplan 2013, 2. Stufe). Der Beschluss über die Abwägung und den Lärmaktionsplan wurde am 11.09.2013 in der Stadtverordnetenversammlung gefasst.

Der Lärmaktionsplan 2018 - 3. Stufe ist am 30.05.2018 durch die Stadtverordnetenversammlung zur öffentlichen Auslegung beschlossen worden. Die öffentliche Auslegung fand vom 11.06.2018 bis 12.07.2018 statt. Nach Abwägung aller eingegangenen Hinweise wurde nun der Plan  in der Stadtverordnetenversammlung am 19.09.2018 vorgelegt und beschlossen.  

 

Anlagen zum Lärmaktionsplan 3. Stufe

Die Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt Hennigsdorf wurde erstmalig parallel zur Flächennutzungsplanung erstellt und durch die Stadtverordnetenversammlung am 24.09.1997 als Grundlage für die verkehrliche Entwicklung der Stadt Hennigsdorf beschlossen.

Bis 2010 wurden wesentliche Teile der Verkehrsentwicklungsplanung von 1997 umgesetzt. Das erforderte eine Fortschreibung der Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt. Am 10.11.2010 wurde in der Stadtverordnetenversammlung der strategische Verkehrsentwicklungsplan 2010 beschlossen.

Durch die Entwicklung des Stadtzentrums in den letzten 20 Jahren hat sich im gesamten Bereich um den Bahnhof ein hoher Parkraumbedarf entwickelt. Aber auch in den größeren Wohngebieten ist der Parkdruck deutlich spürbar. Hier war es erforderlich das Parken zu ordnen, Parkraumpotentiale aufzuzeigen und die grünen Innenhofbereiche zu schützen. 

Aus diesem Grund wurden für das Stadtzentrum, das Rathenauviertel, das Cohnsche Viertel, das Postviertel und Hennigsdorf Nord Parkraumkonzepte erarbeitet. Gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen wird kontinuierlich an der Umsetzung der Parkraumkonzepte gearbeitet.

Um allen Nutzergruppen (Bewohnern, Berufspendler, Kunden, Besuchern, Geschäftsleuten) Parkraum zur Verfügung stellen zu können, sind Parkraumbewirtschaftungsmaßnahmen wie gebührenpflichtiges Parken, Bewohnerparken bzw., zeitbegrenztes Parken erforderlich. Diese Maßnahmen wurden auf der Grundlage des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes Zentrum umgesetzt. 

Parkraumkonzepte und Parkraumbewirtschaftungskonzepte dienen der zielnahen Befriedigung der Parknachfrage und zur Reduzierung des Parksuchverkehrs.

 

Parkraumkonzept Teil I Hennigsdorf Nord

 

Parkraumkonzept Teil II Cohnsches Viertel

 

Parkraumkonzept Teil III Rathenauviertel

 

Parkraumkonzept Teil IV Zentrum (Postviertel und östliches Zentrum)

 

Parkraumkonzept Teil V Paul-Schreier-Viertel

Die Landesstraße 172 ist die einzige Verbindung in Richtung Berlin Spandau und führt durch den in den vergangenen Jahren sich entwickelten neuen Wohnstandort Nieder Neuendorf.

Ein zentrales Verkehrsziel in Nieder Neuendorf ist die Entlastung des Ortskerns vom Verkehr und Lärm. Durch eine veränderte Trassenführung würde der Ort vom steigenden Verkehr entlastet werden. Das ist bisher nicht geschehen, bleibt aber ein wichtiges Ziel und ist auch im Flächennutzungsplan der Stadt Hennigsdorf so dargestellt.

Die lange geforderte und von der Stadt Hennigsdorf favorisierte Variante einer Ortsumfahrung von Nieder Neuendorf ist im Landesstraßenbedarfssplan 2010 nicht enthalten und kann deshalb nicht umgesetzt werden. 

Die Stadt möchte für Fußgänger und Radfahrer bessere Möglichkeiten schaffen, um auch vielbefahrene Straßen sicher zu überqueren. Die Grundlagen dafür hat die Stadt bereits mit dem strategischen Verkehrsentwicklungsplan 2010 beschlossen.

Die vorliegenden beschlossenen Querungskonzepte für Fußgänger und Radfahrer werden sukzessive umgesetzt.

Die enthalten nicht nur Vorschläge für mögliche Querungsanlagen, sondern auch viele andere Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer in unserer Stadt, wie das Schließen von Lücken im Radverkehrsnetz, das Öffnen von Einbahnstraßen und Sackgassen für den Radverkehr oder die Errichtung neuer Fahrradabstellanlagen.